Interaktive Fachforen.

Am Nachmittag können Sie aus folgenden Fachforen wählen.

Hier gelangen Sie direkt zum Programm für das Landesforum Weiterbildung 2026.

Mit der Organisationsbefragung ‚Lernen für Nachhaltigkeit in non-formalen und informellen Settings‘ liegen erstmals seit 2013 wieder aktuelle Daten zu Rahmenbedingungen, Anbieter- und Angebotsstrukturen und Aspekten der Bildungsarbeit in diesem Bildungsbereich vor. Sarah Widany gibt einen Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse in kurzen Inputs. Anschließend diskutiert das Forum, was die Ergebnisse für die Arbeit in der Erwachsenenbildung bedeuten und welche Impulse sie für Politik, Praxis und Wissenschaft geben können.

Dr. Sarah Widany
FU Berlin

Seit 2023 fördert der Freistaat Sachsen acht Servicestellen (S-BNE). Hauptaufgabe dieser Servicestellen ist es v.a. im ländlichen Raum Menschen, Bildungseinrichtungen, Kommunen und Andere zu BNE zu informieren und bei der Umsetzung in der eigenen Einrichtung zu beraten und zu begleiten. Da BNE in allen Rahmenplänen verankert ist, sollten Kitas, Schulen, Hochschulen und außerschulische Bildungseinrichtungen bei dieser Bildungstransformation auch begleitet werden. In dem Forum erfahren die Teilnehmenden, welche Unterstützungsangebote das Servicestellennetzwerk in den Regionen Sachsens macht und diskutieren mit Vertretenden der Servicestellen über passgenaue Formate.

Clara Nicolai (ZAK),
Heidi Hartmann (NUZ Vogtland),
Claudia Stöcker (Dialogus e.V.),
Konstantin Wunderlich (Freiberger Agenda)

Wie kann Weiterbildung und nachhaltige Entwicklung wirkungsvoll vernetzt werden? In diesem Fachforum reflektieren Teilnehmende nach einem kurzen analytisch-theoretischen Input aktuelle Angebote, entdecken Synergien und entwickeln gemeinsam erste Schritte kooperativer Steuerung. Hochschule, Träger und Politik werden als aktive Partner betrachtet, um Lernprozesse effektiv zu initiieren und zu begleiten. Ziel ist es Ressourcen sichtbar zu machen und die regionale Bildungslandschaft nachhaltig zu stärken.

Prof. Dr. Mandy Schulze
Hochschule Zittau/Görlitz

Wie kann Klimaschutz nachhaltig in Weiterbildungseinrichtungen verankert werden – strukturell, praxisnah und im Sinne von BNE?
Das Forum stellt das Projekt „vhs goes green 2“ vor, das Einrichtungen dabei begleitet, Klimaschutzmaßnahmen langfristig umzusetzen und in bestehende Qualitätsmanagementprozesse zu integrieren.

Neben den Projektzielen werden erste Ergebnisse präsentiert, u. a.:

  • ein praxisnaher Selbstlernkurs,
  • die Webinar-Reihe „Klima und wir“,
  • Good-Practice-Beispiele zu CO₂-Einsparungen aus teilnehmenden Einrichtungen sowie
  • Ergebnisse einer regionalen Online-Befragung zu Bedeutung, Maßnahmen und Herausforderungen von Klimaschutz in der Weiterbildung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Im zweiten Teil des Forums steht der kollegiale Austausch im Mittelpunkt: Die Teilnehmenden sind eingeladen, eigene Erfahrungen einzubringen, Herausforderungen zu diskutieren und voneinander zu lernen.

Vanessa Witaszak, TU Chemnitz
Lisa Klostermann, TU Chemnitz

2021 wurden durch das SMK „Anregungen für Bildungsanbietende zum Umgang mit BNE-Qualitätsstandards“ veröffentlicht. Damit wird Bildungseinrichtungen ein Kriterienset zu Selbstreflexion der Qualität ihrer Arbeit an die Hand gegeben. Im Fachforum geben wir einen Überblick über die Standards und diskutieren mit den Teilnehmenden anhand ihrer Erfahrungen, wie es in der Praxis gelingt, einen ganzheitlichen Ansatz zu BNE zu verwirklichen.

Ralf Elsässer
Landesverband nachhaltiges Sachsen

Von dicken Brettern zwischen Ökostrom und keinen Würstchen:
Auch vor den Kirchentüren macht sie keinen Halt: Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Dabei spielen die Kirchen eine interessante Rolle: zum einen sind sie (aus ihrem Verständis für Schöpfungsbewahrung und Gerechtigkeit heraus) über die vielen Jahre aktive Diskursteilnhemerinnen gewesen, und zum anderen haben sie eine enorme
Kauf- und Inspirationskraft. Anna Groschwitz stellt das Projekt ‚Nachhaltige Gemeinde leben‘ vor, das in Dresden Menschen aus Kirchgemeinden unterstützt, die ihre Gemeinden nachhaltiger, fairer und schöpfungsgerechter gestalten wollen.

Anna Groschwitz
Ökumenisches Informationszentrum e.V.

BNE fängt bei uns selbst an. Zum Beispiel bei unserer Kleidung. Was tragen wir, wie lange tragen wir es, was passiert mit den getragenen Textilien, wenn wir sie nicht mehr tragen? Unter dem Thema „Des Deutschen neue Kleider“ beginnen wir mit einem Selbsterfahrungsspiel, das uns in eine Fabrikhalle in Bangladesch katapultiert. Wie ist der Werdegang der Textilien und was hat das mit unserem Leben zu tun? Wann ist ein Textil nachhaltig? Kann ich das beeinflussen? Am Ende des Fachforums steht die Diskussion: Wie setzen wir dieses Wissen in unseren Einrichtungen um? An welchen Stellen wird das relevant? Denn Textilien finden sich auch in allen Bereichen des Arbeitslebens – z.B. Dienstkleidung, Tischwäsche, Bettwäsche, Motto-T-Shirts für Veranstaltungen ….

 

Claudia Greifenhahn
Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen